Nunningens Grosserfolg im Pandemie-Schatten

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Nunningens Grosserfolg im Pandemie-Schatten

Ein Bericht von Edgar Hänggi – eh presse, https://www.facebook.com/regioSPORTal/

(eh) Die Korbball-Sektion des TV Nunningen blickt auf eine äusserst erfolgreiche (Halb)Saison. Das Team Herren 1 stieg in die NLA auf, das Herren 2 in die NLB und dem Herren 3 gelang der Aufstieg in die 1. Liga. Eine Konstellation, die man im Verein erstmals in dieser Form hat. Zudem gewannen das Damen 1 in der 1. Liga Silber, scheiterte jedoch in den Aufstiegsspielen zur NLB.Präsident Fabian Altermatt schmunzelt. «Ja, das ist schon toll, wenn du bei all den Problemen, welche die Pandemie mit sich bringt, einen solchen Erfolg feiern darfst.» Marc Hänggi, Captain der ersten Mannschaft, erklärt, dass auch bei ihnen lange gar nichts ging und daher ein solches Abschneiden nicht hatte erwartet werden können. «Wir machten anfangs in Fünfergruppen lediglich Wurftrainings, ohne Körperkontakt. Es ging aber in jener Phase vor allem darum, dass man sich wieder trifft.» Wie in allen Sportarten wussten die Vereine lange nicht, wie und ob eine Meisterschaft ausgetragen wird. 2020 wurde sie komplett abgesagt. Für Kevin Hänggi, Verantwortlicher Korbball im Verein, bestand dann die Aufgabe abzuklären, wer nach diesem Unterbruch überhaupt noch dabei ist. «Wenn die Zeiten für Trainings und Spiele wegfallen, suchst du dir etwas anderes und plötzlich hat Korbball keine Priorität mehr. Wir hatten Spieler, die reduzierten, aber trotzdem weitermachten.» Das war auch wichtig, denn in diesem Jahr ging es weiter, wenn auch nur mit einer Halb-Saison. Keine einfache Sache, wie Altermatt, der ebenfalls Spieler der ersten Mannschaft ist, erklärt. «Wir wussten zu Beginn nicht, wo wir standen. Doch das ging wohl allen so. Wenn jedoch nur die halbe Saison gespielt wird, darfst du dir keine Ausrutscher leisten.» Nunningen gewann seine ersten drei Spiele und war auf Aufstiegskurs. Auch am zweiten Spieltag konnten alle drei Partien gewonnen werden, auch das Prestige-Duell gegen Erschwil. So kam es auf die letzte Spielrunde an. «Wir hatten im Gegensatz zu den Mitfavoriten nur noch zwei Spiele auszutragen. Es war klar, dass wenn wir gegen Oberaach gewinnen, der Aufstieg Tatsache war. So legten wir alles in diese Begegnung und gewannen.» Für Marc Hänggi war dann nur zu verständlich, dass das letzte Spiel verloren ging, da die Konzentration weg war.Sportliche Erfolge kitten zusammen«Es ist schwierig zu erklären, wieso gerade jetzt dieser Erfolg realisiert werden konnte. Du brauchst immer auch Wettkampfglück, aber ich denke, der Zusammenhalt, der in unserem Verein doch recht gross ist, und das immer ins Training gehen und volle Leistung bringen ohne zu wissen, ob überhaupt eine Meisterschaft gespielt wird, dürfte der Schlüssel sein», erklärt Kevin Hänggi. Auch der Aufstieg der zweiten Equipe ist speziell. «Der Aufstieg in die NLB wird an einem Tagesturnier ermittelt. Da spielt dann Routine und Tagesform eine grosse Rolle», erklärt Mischa Hänggi, der Teamverantwortliche. «Da reicht es dann schon, dass wenn du ein Spiel verlierst die Aufstiegsträume platzen». Auch aus dem Grund habe man darauf geachtet, dass die Mischung im Team stimmt. «Wir haben einige erfahrene Spieler im Team, die in so einem Turnier viel bewirken.»Dass dann auch das dritte Team in die 1. Liga aufstieg komplettiert die im Verein erstmalige Konstellation. Marc Hänggi betont, dass es schon nicht war wie früher und das nicht nur wegen der halben Saison. «Mir fehlen diesem Titel etwas die Emotionen. Auch die Siegerehrungen wurden eher zur Schnellbleiche.» Die Angst vor Covid-19 ist noch immer allgegenwärtig. Für Präsident Altermatt waren die sportlichen Erfolge für den Verein sehr wichtig. «Wir mussten all unsere Anlässe absagen. Da fehlte uns dann auch Geld. Mit den Feiern und der Freude über die Erfolge kamen wir uns aber alle wieder näher.» Nicht vergessen gehen sollen auch die Damen, die in der 1. Liga den zweiten Platz schafften und die Silbermedaille erhielten. In den Aufstiegsspielen reichte es dann nicht mehr. Kevin Hänggi ist jetzt gefordert, da alle Herren-Teams eine Klasse höher spielen und man ein zusätzliches Team in der 2. Liga-Team anmelden wolle, müssten die Teams neu zusammengestellt werden. «Die Junioren haben bereits das Hallentraining gestartet. Wir dürfen uns jetzt nicht auf dem Erfolg ausruhen.» Fabian Altermatt streicht noch heraus: «Grindel hat den Titel in der NLA nur knapp verpasst. Nächste Saison kommen in der NLA vier von zehn Teams aus dem Schwarzbubenland. In der NLB sind es drei. Wir können den Bernern und Thurgauern wieder die Stirn bieten!»

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