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Das nächste Jugilager findet
vom 12. bis 18.Juli 2020
in Sarnen OW statt.

Die Damenriege auf Reisen

07.09.2018 en. Was wurde im Vorfeld nicht alles diskutiert und gewerweisst... «Ich hab Höhenangst!», «Hängebrücke? Vergiss es!», «Mutig? bizeli – aber reicht das?». Der angekündigte Erlebnisweg am Ende der vorgesehenen Wanderung bot viel Gesprächsstoff. Alles vergebens. Denn am 1. September, als uns die DR-Reise ins Walliser Saastal führte (ja, wir liessen die Männerriege im Juni das Programm schon mal rekognoszieren) war das Wetter dermassen mies, dass eine Höhenwanderung mit Abenteuerweg weder die versprochenen tollen Aussichten geboten hätte, noch hätte sicher durchgeführt werden können. Vor Ort wurde uns mehrfach bestätigt, dass dies der aller-aller-aller-gruusigste Tag, praktisch seit Menschengedenken, sei. Hänu, wir machen das Beste daraus und so lange ab und zu eine Flasche Weisswein unsere Wege kreuzt (was im Wallis nicht soooo unwahrscheinlich ist), ist die Stimmung garantiert gut.

Auf der rund dreieinhalb stündigen Zug- und Busfahrt stärkten wir uns mit selbst gebackenem Zopf, feiner Gonfi und einem ersten Schlückchen Weisswein, um dann unterhalb der Mattmark-Staumauer Thermohosen, zusätzliche Jackenschichten, Kappen und Handschuhe zu montieren. Denn ein wenig wandern, da waren sich alle einig, wollen wir schon. Auf der Staumauer angekommen und sich vom ersten Schrecken über den zügigen Wind erholt habend dann die grosse Frage: Wo ist der See? Ist das Bizli Blau da unten, das knapp durch den Nebel schimmert, Wasser? Ist anzunehmen.

Ein bunter Zug (zum Glück sind Outdoorkleider meistens farbig) trotzte schliesslich dem Niesel-Nebel und nahm den mit 2 h 30 angegebenen Weg rund um den Stausee unter die Füsse. Am unteren Ende des Sees öffnete sich plötzlich die Sicht und man ward sich gewiss, dass es ein anderes Ufer gebe, auch Wasser war plötzlich in Hülle und Fülle vorhanden. Bald schon allerdings gab’s deutlich zu viel davon; Mutig trauten wir uns doch eine Picknick-Pause einzulegen. Kaum waren die Brote jedoch ausgepackt, begann es zu Regnen. Also machten wir uns mit klammen Gliedern schleunigst wieder auf, die zweite Seeseite in Angriff zu nehmen. Davon bekamen die meisten nicht mehr viel mit. Mit starrem Blick auf den Boden, die Kapuze oder den Schirm optimal gegen den Regen gerichtet ging’s strammen Schrittes wieder in Richtung Staumauer. Diese erreichten wir nach insgesamt deutlich weniger als 2 Stunden.

Im Restaurant Mattmark wärmten wir uns auf und hier zeigten sich auch klar die Vorteile von Wanderhosen gegenüber Jeans. Bezüglich Tempo des Trocknens ein klares 1:0 für die Wanderhose.

Kurze Posti-Fahrt zurück nach Saas-Almagell, Zimmerbezug im Hotel Sport und dann gleich wieder los mit dem Ruftaxi nach Furggstalden, wo eigentlich der Abenteuerweg geendet hätte und ein reichhaltiges Walliser Apéro auf uns wartete. Der Weisswein wurde sympathischerweise gleich in Literflaschen serviert. Gross war die Überraschung als Ruth, unsere vorherige Präsidentin, uns mitteilte, sie hätte den ganzen Apéro bezahlt und bedanke sich so für die Ehrenmitgliedschaft. Nochmals ein herzliches Dankeschön dafür!

Nach einer sehr unterhaltsamen Rückfahrt zum Hotel (kaum zu glauben, was für einen Unterhaltungswert so ein Selfie stick bieten kann...) ging’s nahtlos in den Apero im Hotel Sport. Eigentlich hätte ich ja vorgehabt, ein paar Dinge zu den Saaser Mutten, deren Fleisch wir beim Nachtessen verspiesen haben und um deren Überleben mein Partner beruflich kämpft, zu sagen. Der Weisswein verminderte jedoch nicht nur die Aufmerksamkeit beim Publikum, sondern auch die Lust zu arbeiten bei mir. So übernahm Patricia das Vortragen und präsentierte uns ihre Theorien rund um Schafe und die Saaser Mutten im Speziellen. Prädikat: selten so gelacht! Sollte jetzt noch jemand richtige Fakten zu den Saaser Mutten wünschen: voilà https://www.prospecierara.ch/de/tiere/saaser-mutten

 

Auch die Lammfleisch-Skeptikerinnen unter uns, liessen sich vom Lobgesang der Männer aufs Abendessen anstecken und wagten sich an dieses Menü. Keine hat’s bereut, die seltenen Schafe mundeten hervorragen.

Die meisten liessen dann den Tag im Hotel ausklingen, nur ein paar abenteuerlustige Indiaca-Frauen wollten die von Hotelière Fabienne empfohlene Bar im Dorf nicht unbesucht lassen. Obwohl wir wegen Falschsingens fast gehängt worden wären, festeten und sagen wir munter weiter.

 

Tag zwei startete mit einem reichhaltigen Zmorgenbuffet, zu dem auch die grössten Party-Füdlis rechtzeitig auftauchten. Punkt 9.09 Uhr sassen alle im bereitstehenden Extrabus, der zwar noch kein Extrabus war, aber dann quasi einer wurde, aber das führt jetzt zu weit. Jedenfalls fuhr der uns direkt nach Visp. Von dort ging’s via Sion nach St. Léonard, wo in einer Höhle der grösste unterirdische See Europas darauf wartete, von uns entdeckt zu werden. Unter Leitung des sympathischen, sprachgewandten Christophs schipperten wir über den See, liessen uns über Gesteinsformationen, Wasserqualität und geologische Abläufe informieren – oder genossen ganz einfach die Stille und die schön ausgeleuchtete Höhle mit den grossen Forellen.

Zurück in Visp hiess es dann ein Restaurant zu finden, das nach 14 Uhr noch ein Mittagessen serviert. Künftige Visp-Reisende lasst euch gesagt sein: Das ist gar nicht so einfach! Dennoch konnten alle satt die Heimreise antreten und landeten mehr oder weniger müde um 18.25 Uhr in Nunningen.

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